Das Warnke®-Verfahren
Das Warnke®-Verfahren bietet ein Konzept, welches u.a. für Menschen mit Problemen in der Hör- und Sehverarbeitung entwickelt wurde.
Es setzt an der Ursache an (nämlich an der zentralen Reizverarbeitung im Gehirn) und ist damit sehr erfolgreich (Studien belegen dies bereits, nähere Infos dazu erhalten hier). Das Verfahren beinhaltet eine ganzheitliche Sichtweise, was bedeutet, dass der Fokus nicht in erster Linie auf das Problem gerichtet ist, sondern den ganzen Menschen im Blick hat und dann das Problem an der Wurzel, also am Ursprung angeht. Gerade deshalb ist für mich das Warnke®-Verfahren das Mittel der Wahl.
Die drei Bausteine des Warnke®-Verfahrens:
Die Basisfunktionen der Hör- und Sprachverarbeitung im Gehirn werden mittels des Brain-Boys bzw. des AT 3000 trainiert. Mittels dieser Technik können sehr differenzierte Reize angeboten werden und die Geräte sind gut zu handhaben, so dass das häusliche Training gut zu verwirklichen ist.
Die gute Koordination der beiden Hirnhälften spielt eine wesentliche Rolle bei der Verknüpfung von gelernten Inhalten. So werden Erlebnisse leicht abgerufen und können im Alltag problemlos genutzt werden. Fürs Lernen und die Entwicklung ist eine hinreichende rechts-links-Koordination grundlegend, weshalb sie im Warnke®-Verfahren auch ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist. Hier dient der Lateraltrainer als Stimulator, der ein sanftes und angenehmes Training der Hirnhälftenkoordination bietet.
Ein ganz wichtiger Baustein des Trainings ist die Motorik. In der kindlichen Entwicklung ist sie der Motor aller Fortschritte. Sind beispielsweise noch frühkindliche Reflexe aktiv, so sind viele Bewegungsabläufe nicht gut koordiniert und automatisiert. Folglich ist eine gezielte Bewegung oft gar nicht möglich. Mit einem basalen Training der Bewegungsabläufe kann dem entgegengewirkt werden.
Für wen ist dieses Konzept geeignet?
Für Kinder mit einer auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung. Also für Kinder, die
- sich schlecht auf ein Gespräch konzentrieren können, wenn zu viele Menschen reden.
- einfach nicht reagieren, obwohl man sie schon mehrfach angesprochen hat.
- öfters darüber klagen, dass es ihnen zu laut ist.
- sich oft anstoßen und blaue Flecken bekommen.
- ein Geräusch nicht genau orten können und sich erst suchend umsehen.
- träumend dasitzen und ihre Umgebung scheinbar kaum wahrnehmen.
- nicht ruhig sitzen bleiben können.
- völlig erschöpft aus der Schule nach Hause kommen und oft erst einmal schlafen müssen.
- geübte Texte ganz gut niederschreiben können, aber bei unbekannten Diktaten sehr viele Fehler machen.
- beim Abschreiben viele Rechtschreibfehler machen.
Für Kinder und Jugendliche, die Schulprobleme haben. Zum Beispiel in folgenden Bereichen:
- Konzentration
- Aufmerksamkeit
- Merkfähigkeit
- Lesen
- (Recht-) Schreiben
- Rechnen
Sie erkennen Aufmerksamkeitsprobleme beispielsweise daran, dass das Kind bei zu Hause geübten Diktaten gute Resultate erzielt, aber in der Schule oft schlechte Noten schreibt.
Für Erwachsene, die
- eine beginnende Altersschwerhörigkeit bei sich bemerken.
- sich nicht mehr auf Gespräche konzentrieren können, wenn mehrere Leute reden (Bsp. beim Stammtisch).
- denen es zunehmend schwer fällt, sich auf Gespräche/Redner zu konzentrieren.
- denen es zunehmend schwer fällt, ihren Arbeitsalltag zu meistern.
- die sich im Alltag immer häufiger Dinge nicht merken können und öfters etwas vergessen.
